Bereiche

Frauen im Sport

Die Täter-Opfer-Beziehung in der Frauen-Vollversammlung

„Generation Sport“

war das Motto der diesjährigen Jahrestagung des Landesausschuss Frauen im Sport. Zu unserer Freude waren neben einer Reihe bekannter Gesichter auch neue Funktionärinnen aus den Sportkreisen, Landesverbänden und Vereinen dabei, die den parlamentarischen Teil am Vormittag bereicherten.

Rosel Schleicher, stellvertretende Vorsitzende des LA-FiS führte durch den Vormittag und berichtete über die Themenschwerpunkte aus 2016 sowie die kommenden Projekte.
Allem voran steht in diesem Jahr das Mentoring-Programm. Ziel ist es, Führungskräfte für die Vorstandsebene zu gewinnen und ihnen in einem einjährigen Begleitprogramm das nötige Handwerkszeug angedeihen zu lassen. Hierfür sind alle Ebenen des organisierten Sports herzlich aufgerufen, geeignete Kandidaten – sei’s als Mentorin oder Mentee – anzuwerben. Startschuss ist für Herbst 2017 avisiert.

In einer anschließenden offenen Gesprächrunde wurde nicht nur dieses Thema intensiv betrachtet. Claudia Altwasser, Vizepräsidentin für Gesellschaftspolitik, berichtete über Parallelen aus ihrem Landessportbund Rheinland-Pfalz. So ist die Frage nach einem zeitgemäßen Titel zum Ressort „Frauen im Sport“ in der Diskussion gewesen und es gab viele Anregungen für einen Blick über den Tellerrand hinweg. Denn in frauendominierenden Sportarten ist es durchaus schwierig, Gleichstellung für die Männer zu erzielen. Welcher Name passt also am besten „zum Kinde“? Frauenbeautragte? Gleichstellungsbeauftragte? Gender Mainstream? Eine Frage, die nicht abschließend geklärt werden konnte, die der LA-FiS aber weiter auf seiner Agenda verfolgen und nach einer Antwort suchen wird.

Im praktischen Vormittagsteil durften sich die Teilnehmerinnen sportlich messen. Das Motto „Generation Sport“ umfasste aktive Stationen wie Basketball-Freiwurf, Wii-Fallschirmspringen, und Mini-Golf. Abgerundet wurden die Einzeldisziplinen durch den teamdynamischen „Tower of Power“. Hier mussten zehn Damen ihre koordinative Geschicklichkeit unter Beweis stellen und mittels langer Schnüre einen Turm aus sechs Klötzchen in die Höhe bauen.

Das Nachmittagsprogramm wurde durch Tobias Dauner, Cheftrainer des Taekwondo Dojang-Frankfurt e.V. und Sportlehrer des Landessportbund Hessen e. V., bestens akzentuiert. In einem Impulsreferat informierte er die Damen über die praktischen Möglichkeiten, sich ohne rechtliche Konsequenzen zu verteidigen. Dabei stellte er immer wieder klar: „Es gibt eine Täter-Opfer-Beziehung. Ich werde Ihnen jetzt keine 20 Handgriffe zeigen. Die können Sie in der kurzen Zeit nicht verinnerlichen. Aber ich kann Sie spüren lassen, welche Kraft in Ihnen steckt. Mit der richtigen Haltung verringert sich die Gefahr, dass sie als Opfer wahrgenommen werden“, so Tobais Dauner. In Zweier-Teams wurden Schlag- und Tritttechnik mit dem nützlichen Kraftschrei geübt, der den Teilnehmerinnen zu einer weiteren Portion Selbstvertrauen verhalf.

Dass es beim Thema „Sicherheit“ mit einer kurzen Selbstverteidigungsübung nicht getan ist, ist allen klar. Und so bietet der LA-FiS in Zusammenarbeit mit Mario Staller, zweifacher JuJutsu-Weltmeister und Ausbilder bei der Bundespolizei, am Samstag, 13. Mai ein Ganztagsseminar zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ an. Informationen finden Sie dazu auf http://landessportbund-hessen.de/bereiche/frauen-im-sport/.

Tonja Bröder
Stellv. Vorsitzende LA-FiS
24.03.2017

Verhandeln, überzeugen, durchsetzen

Mit Persönlichkeit zum Erfolg

Tonja Bröder

An „Persönlichkeit“ mangelte es den zwölf Damen, die sich zum Seminar des LA-FiS eingefunden haben, bei weitem nicht! Somit lag der Fokus darauf, sich durch Referentin Marita Scheer-Schneider das nötige Handwerkszeug zum „Verhandeln, überzeugen, durchsetzen“ anzueignen.

Das aufgrund der im vergangenen Jahr großen Nachfrage erneut angebotene Seminar erstreckte sich über zwei Tage. Die Zielgruppe, die aus Vereins-, Verbands- oder Sportkreisvertreterinnen bestand und im Ehren- oder Hauptamt tätig ist, nutzte das Wochenende, um sowohl in privaten wie auch beruflichen Situationen zukünftig besser argumentieren und ihren Standpunkt vertreten zu können.

An praxisnahen Beispielen, in Gruppenarbeiten und in der Selbstreflexion schaffte es Marita Scheer-Schneider, das Erlernen einer selbstsicheren, zielgerichteten und trotzdem kompromissoffenen Argumentationstechnik zu vermitteln.

Der Austausch in der Gruppe, die aktive Mitarbeit und „querdenkende“ Elemente (siehe Foto unten „Wie hoch ist Euer Fantasie-Quotient?“) machten das Seminar zu einem kurzweiligen und effektiven Erlebnis.

Tonja Bröder
stv. Vorsitzende LA-FiS

Wie hoch ist Ihr Fantasiequotient?

Auflösung (v.l.n.r.): Achtel (8 L), Zweifel (2 fel), Stadtviertel, Viertel (4 tel), Rückwärtsgang (Gang rückwärts gelesen), Dreirad (3 Rad), Fernsehunterhaltung (Fernseh unter Haltung), Wegkreuzung

 

________________________________________________________________