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08.11.2016 -

Landessportbund stattet Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen aus

6.500 Euro für Sportgeräte

Sport ist gesund und er sorgt für Ablenkung von Sorgen und Nöten. Die Flüchtlinge probieren die Geräte deshalb gleich aus. Im Hintergurnd freuen sich lsb h-Vizepräsident Prof. Dr. Zielinksi, Monika Ludmilova von der Standortleitung und Harry Pfeiffer vom Regierungspräsidium.

In ihrer Heimat waren sie 100-Meter-Läuferin, begeisterter Bergsteiger oder Besitzer eines Fitnessstudios. Sport war genauso Teil ihres Lebens wie er das vieler Deutscher ist. „Bewegung ist gut für die Gesundheit. Und er hilft dabei, nicht in Depressionen zu verfallen, sich von den schlimmen Dingen, die man erlebt hat, abzulenken.“ So übersetzt eine Dolmetscherin die Aussage von Hajian Tabari. Zusammen mit rund 1.100 anderen Menschen lebt er derzeit als Flüchtling in der zentralen Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen. Und gerade möchte er vor allem „Danke“ sagen.

Dieser Dank richtet er vor allem an Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vorsitzender des Sportkreises Gießen und Vizepräsident des Landessportbundes Hessen (lsb h). Er ist an diesem Tag vor Ort, um Sportgeräte im Wert von 6.500 Euro an die Erstaufnahmeeinrichtung zu übergeben. „Das Präsidium des Landessportbundes Hessen ist überzeugt, dass Sport mehr ist als bloße Bewegung. Sport hat die Kraft zu integrieren, für Abwechslung zu sorgen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen“, sagt Zielinski. Deshalb habe der lsb h im Mai dieses Jahres beschlossen, 25.000 Euro für die Anschaffung von Sportgeräten in den vier hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen.

„Hier in Gießen haben wir einen kleinen Fitnessraum eingerichtet, außerdem entsteht gerade ein Sport- und Spielfeld, auf dem Beachvolleyball, Fußball und Basketball gespielt werden können. Es ist toll, dass der Landessportbund die Mittel dafür zur Verfügung gestellt hat. Dafür sagen wir ,Danke‘“, betont Harry Pfeiffer, der das Ehrenamt innerhalb der HEAE koordiniert. Er verweist auch auf die Zusammenarbeit mit den „Sport-Coaches“, die über das Programm „Sport und Flüchtlinge“ des hessischen Innenministeriums finanziert werden.

„Der Landessportbund Hessen hat rund zwei Millionen Mitglieder. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie bald dazugehören“, richtete sich Prof. Dr. Zielinski an die Flüchtlinge. Er finde es deshalb toll, dass – initiiert durch die Sport-Coaches – Vereine wie die TSG Wieseck regelmäßig in die Einrichtung kämen, um Sportstunden abzuhalten. „Dank der Spende des Landessportbundes haben wir hier inzwischen sogar Tischtennisplatten“, ergänzt Koordinator Peiffer. So, ist er sicher, könne es gelingen, Geflüchtete langfristig in Vereinen zu integrieren. „Und genau das ist unser Ziel. Denn dort kommen Neubürger und Alteingesessene miteinander ins Gespräch“, sagt Zielinski.

Zum Abschluss verrät er noch, dass es nicht bei den rund 25.000 Euro für die Erstaufnahmeeinrichtungen in Gießen, Büdingen, Rotenburg und Neustadt bleiben soll: „Der Landessportbund wird im kommenden Jahr weitere 15.000 Euro für Sportgeräte zur Verfügung stellen. Dieses Mal sollen auch die Außenstellen profitieren“, erklärt Zielinski. Damit wird der Landessportbund sicher noch weitere Flüchtlinge zum Strahlen bringen. So wie es bei Hajian Tabari, dem jungen Fitnesstrainer aus dem Iran, schon jetzt der Fall ist.