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19.12.2016 -

14 Ehrenamtliche schließen Vereinsmanager-Ausbildung mit C-Lizenz ab

Fit für die Vorstandsarbeit

Die 14 lizenzierten Vereinsmanager zusammen mit Geschäftsbereichsleiter Dr. Frank Obst und Referentin Marita Scheer-Schneider (beide vorne links). Foto: lsb h

Über acht Monate hinweg haben sie sich mit Themen wie Mitarbeiterführung, Vereinssatzung, Marketing oder Steuerrecht auseinandergesetzt. Nun haben 14 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hessischer Sportvereine die Lizenz-Ausbildung „Vereinsmanager C“ erfolgreich abgeschlossen. Nach Vorlage einer Abschlussarbeit und einer mündlichen Prüfung wurden die Zertifikate am Donnerstag durch den Landessportbund Hessen (lsb h) übergeben.

„Die Anforderungen, die an unsere Vereine gestellt werden, nehmen kontinuierlich zu. Um einen Sportverein professionell zu führen, bedarf es fundiertem Fachwissen in verschiedensten Bereichen – von Rechnungswesen und Steuerrecht über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Thema Kindeswohl“, sagt Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vizepräsident für den Bereich Schule, Bildung und Personalentwicklung des Landessportbundes Hessen e.V. „Die Ausbildung zum Vereinsmanager C vermittelt diese Kenntnisse praxisnah.“

Kein leeres Versprechen, wie die zehn neuen Vereinsmanagerinnen und vier neuen Vereinsmanager bestätigen: „Die Ausbildung ist in thematische Blöcke unterteilt. Das führt dazu, dass man sich wirklich intensiv mit einer Materie befasst und auch die Fallstricke kennenlernt“, resümiert Oliver Kriz von der TuS Kriftel. „Es war eine anstrengende Zeit, aber sie hat sich wirklich gelohnt“, ergänzt Petra Kümmel, Vorsitzende von Aqua Sports Eschborn. „Viele Dinge waren mir vorher einfach gar nicht bewusst.“

Insgesamt 120 Lerneinheiten zu je 45 Minuten haben die Vereinsmanager am Ende ihrer Ausbildung hinter sich gebracht. Die entsprechende Rahmenrichtlinie dazu stammt vom Deutschen Olympischen Sportbund, dem DOSB. Umgesetzt und organisiert wird die Ausbildung vom jeweiligen Landessportbund. „Ich sehe es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, dafür zu sorgen, dass den 7.800 hessischen Sportvereinen eine ausreichende Zahl engagierter und fachlich kompetenter Mitarbeiter zur Verfügung steht“, sagt Dr. Frank Obst, zuständiger Geschäftsbereichsleiter des lsb h. Heute müssten jedoch nicht nur Übungsleiter, sondern auch die Führungsebene eines Vereins – das erweiterte Vorstandsteam – geschult werden. „Genau das gelingt uns mit der Vereinsmanager-Ausbildung“, ist Obst überzeugt. „Ihre Inhalte geben nicht nur Sicherheit, sondern auch neue Motivation, wie uns die Lehrgangsteilnehmer jedes Jahr aufs Neue versichern.“

„Ich bin seit Kurzem kommissarische Geschäftsführerin des TSV Korbach 1850/09“, erzählt Angela Paul. „Durch die Ausbildung, aber auch durch die Gespräche mit den anderen Teilnehmern nehme ich viele Ideen mit nach Hause. Es wird nicht einfach werden, diese umzusetzen. Aber ich kenne jetzt die Ansprechpartner und weiß, wo ich mir Unterstützung holen kann.“ Sie meint damit etwa Dozenten wie Steffen Kipper, der den Bereich Vereinsmanagement des lsb h und die Fördermöglichkeiten für Vereine vorstellte. Wie Isabelle Schikora von der Sportjugend Hessen, die über Beratungsangebote im Bereich Kinder- und Jugendarbeit berichtete. Oder wie Marita Scheer-Schneider, die nicht nur im Bereich Rhetorik und Marketing schulte, sondern auch das Konzept der „Zukunftswerkstatt“ vorstellte, bei der Vereine gemeinsam mit ihren Mitgliedern nach Ideen und Konzepten für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins suchen.

Christian Zink, Vorsitzender des Badminton Vereins Frankfurt 06 und ebenfalls frisch gebackener Vereinsmanager, würde sich am liebsten gleich weiter fortbilden. Ab dem Jahr 2017 bietet der Landessportbund Hessen auch die nächste Lizenzstufe im Bereich Vereinsmanagement an: die B-Lizenz. „Wir haben uns aufgrund der großen Nachfrage der C-Lizenzierten für dieses neue Angebot entschieden“, erläutert Frank Obst. „Dabei geht es noch mehr ins Detail. Durch ein modulares System können sich die Teilnehmer die Ausbildung zudem zeitlich flexibler einteilen und thematisch individueller auf die Interessen ihres Vereins eingehen.“ Vorteile, die nicht nur Christian Zink überzeugt haben: Die Ausbildung für 2017 war bereits vor Lizenzvergabe an die diesjährigen Vereinsmanager C komplett ausgebucht.


Hintergrund: Der Landessportbund Hessen e.V. bietet seit 1978 die Ausbildung zur C-Lizenz Vereinsmanager/-in an. Seither wurden 698 Vereinsmanager/-innen ausgebildet. Hinzu kommen die 14 Absolventen des Jahrgangs 2016. Nie zuvor war der Anteil der weiblichen Teilnehmerinnen so hoch: Vier Männer und zehn Frauen absolvierten die Ausbildung in diesem Jahr.

Die Absolventen nach Sportkreisen:

  • Bergstraße:    
    Irene Domsel (TuS 1884 Zwingenberg)
    Isabell Boger (TV Lampertheim)
  • Frankfurt:      
    Beate Worst (TSV Sachsenhausen 1857)
    Todd D. Kearns (SC Frankfurt 1880)
    Christian Zink (Badminton Verein Frankfurt 06)
  • Groß-Gerau
    Ilona Knodt (IR Badesee Walldorf)
  • Main-Kinzig
    Regina Wirsing (TV Wächtersbach)
    Olga Bagci (SC Budokan Maintal)
  • Main-Taunus
    Edna Bergmann (TG Bad Soden)
    Oliver Kriz (TuS Kriftel)
    Petra Kümmel (Aqua Sports Eschborn)
  • Region Kassel   
    Klaus Gall (FTSV Heckershausen 1890)
  • Waldeck-Frankenberg   
    Angela Paul (TSV Korbach 1850/09)
  • Wetterau       
    Sina Heinz (VSG Büdingen)